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Meerschweinchen


Cavia porcellus
Unterfamilie: Caviinae - Eigentliche Meerschweinchen
Familie: Caviidae - Meerschweinchen
Ordnung: Rodentia - Nagetiere
Meerschweinchen

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Zucht Ernährung Bildergalerie Meerschweinchen
Steckbrief    


Und auch das Meerschweinchen (aus Peru)
Zwingt man besonders gern dazu,
Zu dienen medizinischer Kunst.-
Man heißt es Schweinchen, weil es grunzt.-


und weiter:
Das Meerschwein lebt am liebsten trocken;
Es fürchtet sich vor feuchten Socken.


aus Eugen Roth's Großes Tierleben
Meerschweinchen Weil sie über das Meer kamen und grunzten, wurden sie "Meerschweinchen" genannt. Seitdem pfeifen, gurren und grunzen sie in den Kinderzimmern. Mehr noch als das Kaninchen eröffnen sie den jüngsten der Spezies "Mensch" die Welt der Tiere.
Je nach deren Temperament und Charakter werden sie geliebt, gehegt und gepflegt, aber auch geschunden und gequält. Ihr Los auf dieser Welt scheint zu sein, als Versuchstiere den kleinen wie den großen Menschen ausgeliefert zu sein.
In ihrem Heimatland Südamerika geht es ihnen besser. Dort leben sie frei als Haustiere, die gegessen werden.
In unserem Entree bilden einige Meerschweinchen das Begrüßungskomitee. Sie haben Glück gehabt. Viele Mädchen und Jungen freuen sich, wenn sie gleich am Eingang die vertrauten Tiere sehen. Sie streicheln sie mit Hingabe. Manche denken auch daran, dass sie sich mit Löwenzahn und vielen Kräutern verwöhnen lassen. Wir achten darauf, dass es unseren pelzigen Mitbewohnern gut geht.
Unsere Hunde beobachten sie interessiert vor dem Käfig (wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen) und die Katzen ignorieren sie einfach.
Meerschweinchen
Die Sprache der zutraulichen Tiere zu verstehen, fällt nicht schwer.
  • Ein Gurren heißt: "Ich freue mich, dass du wieder mal vorbei schaust!"
  • Lautes, eindringliches Pfeifen bedeutet: "Hast du daran gedacht, dass wir auch Hunger haben könnten?"
  • Zufriedenes Grunzen sagt uns: "Es ist alles in Ordnung, das Fressen schmeckt, zu Trinken haben wir genug, unsere Wohnung ist gemütlich, überhaupt ist alles paletti!"
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Herkunft:

Es sind nur kleine und wegen ausgeprägter Freundlichkeit eher unauffällige Erdenbürger. Trotzdem sollten wir einmal über sie nachdenken: Alles, was wir nämlich näher kennen, erweitert und bereichert auch unser Leben. Das Leben nämlich, zu dem alle Mitgeschöpfe auf dieser Welt gehören und zusammen erst unseren Planeten so erstaunlich interessant und bewundernswert machen.

Das Meerschweinchen, in unseren Breiten wegen seiner Gutmütigkeit als Spieltier verbreitet, stammt aus Südamerika und war bei den Indianern Perus von jeher ein beliebtes Haustier, das allerdings dort auch auf dem Speisezettel stand.
Die Holländer brachten das Meerschweinchen vor ca. 350 Jahren als Heimtier zu uns nach Europa. Seit dem 19. Jahrhundert und auch heute noch wird es außerdem als Versuchstier in der medizinischen Forschung eingesetzt.
Heute kennt man 5 unterschiedliche Rassen: Dies sind neben Langhaar-Rassen die Glatt-, sowie die Rosetten- und die Schopf- und die gelockten Rexmeerschweinchen. Über 100 Farbschläge sind unter Züchtern anerkannt.
Der englische Name des Meerschweinchens ist "guinea pig", was so viel bedeutet, wie Talerschweinchen. Es hat mit dem Land Guinea überhaupt nichts zu tun, sondern kommt von dem Geldstück Guinee.

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Zucht:

Die Zucht der Meerschweinchen ist sehr ergiebig, da 4 bis 5 Würfe pro Jahr die Regel und pro Wurf 2 bis 6 Junge normal sind. Bedenkt man, dass Weibchen mit 30 Tagen und Männchen mit ca. 60 Tagen geschlechtsreif sind, ist eine Zuchtplanung schon empfehlenswert, damit die kleinen Höhlenbewohner noch genügend Platz in ihrem Gehege haben. Glatthaar- oder Englisches Meerschweinchen
Rosettenmeerschweinchen Nach einer Tragzeit von 60 bis 70 Tagen bringt das Weibchen zwischen 2 und 6 Junge zur Welt, die schon 2 Wochen vor der Geburt mit geöffneten Augen im Mutterleib leben. Mit einem Geburtsgewicht von 60 bis 150 Gramm, offenen Augen und einem bleibenden Gebiss kommen die Meerschweinchen zur Welt.
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Ernährung:

Als Nestflüchter nehmen Sie kurz nach der Geburt schon feste Nahrung neben der Muttermilch auf. Gleichzeitig suchen sie den Blinddarmkot der Mutter, den sie fressen, da er sie mit den Vitaminen des B-Komplexes versorgt. Mit 8 bis 9 Monaten ist das Nagetier Meerschweinchen ausgewachsen. Es wird ca. 8 Jahre alt.
Als Futter bevorzugen sie rohkostreiche Nahrung. Grünfutter, Gerste, Hafer, Mais in ganzen Körnern oder Kolben (wegen Überfettung nicht zu reichlich anbieten!) werden neben Gemüse und Obst, Heu und Pellets (Fertigfutter) gereicht. Vorsicht bei der Gabe von verschiedenen Kohlsorten und nassem Klee, die oftmals zu Verdauungsstörungen führen. Das Nagen von hartem, schimmelfreiem Brot oder Kräckern schützt vor dem Überwachstum der Zähne. Die Zähne wachsen nämlich lebenslang und müssen regelmäßig durch Knabbern auch an harten Zweigen und dergleichen abgenutzt werden.
Meerschweinchen können kein Vitamin C im Körper erzeugen, weshalb Grünfutter oder Vitamin C-Gaben für die Versorgung notwendig sind. Steinobst soll grundsätzlich ohne Kern angeboten werden.
Wasser benötigen die Tiere auch bei Grünfuttergaben. Wassernäpfe im Gehege sind nicht zu empfehlen, da sie umgestürzt werden können. Feuchter Untergrund begünstigt die Gefahr der Erkrankung. Aufgehängte Wasserflaschen mit Kugelventil werden gerne angenommen und sind regelmäßig aufzufüllen.
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Haltung:

Da es ein sehr geselliges Tier ist, fühlt es sich in Gruppen wohl und verständigt sich doch fiepen mit den Jungen, begrüßt auch den Pfleger oder seinen Betreuer durch einen bestimmten Quiekton, der manchmal auch bekundet, dass es Hunger hat. Laute, quiekende Warnlaute machen auch auf Gefahren aufmerksam. Das "Murmeln" zeigt an, dass sich das Tier wohl fühlt und das gelegentlich Grunzen bedeutet Werbung und Locken. Schrille Pfiffe signalisieren höchste Alarmstufe. Zähneklappern ist eine Drohgebärde.
Meerschweinchengruppe
Der Käfig, vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt, sollte ca. 60 x 90 cm in der Grundfläche haben. Nicht zu enge Röhren oder ein Unterschlupf erhöhen das Wohlbefinden der Tiere.
Es ist empfehlenswert die Stallanlage öfter zu reinigen (etwa 2 mal wöchentlich), da sonst mit Geruchsbelästigung gerechnet werden muss und die Anfälligkeit für Krankheiten vergrößert wird.
Im Sommer kann die Freilandhaltung sehr empfohlen werden. Für ausreichenden Schutz vor Greifvögeln (z.B. durch Netze) und vor anderen Tieren, (wie Hunden, Katzen, Wiesel, Marder usw.) muss gesorgt werden.
Gegen Regen und Nässe muss ein trockener Unterschlupf vorhanden sein, da die Meerschweinchen keinen natürlichen Schutz gegen Wasser besitzen.
Einen Winterschlaf hält das Meerschweinchen nicht. Es kann sogar Temperaturen bis -10 Grad aushalten, darf aber keinem Zug ausgesetzt werden, da es sonst allzuleicht an Lungenentzündung stirbt.
Farben kann das Meerschweinchen gut erkennen, überhaupt sieht und hört es gut. Sein Geruchssinn ist besonders ausgeprägt.
Der Umgang des Menschen mit dem Meerschweinchen erfordert etwas Geduld, da sich die anfangs etwas schreckhaften Tiere nur langsam an den Menschen gewöhnen, dann aber recht zutraulich werden. Besonders zutraulich werden Rassemeerschweinchen.

Das Halten von Tieren, also auch die Aufnahme von Meerschweinchen in die Hausgemeinschaft des Menschen, verpflichtet selbstverständlich zur Übernahme der Verantwortung für das Tier. Es braucht die tägliche Zuwendung und Betreuung genauso, wie Futter und Wasser. Gesundheitskontrolle und Hilfe sind unerlässlich. Geduld und Liebe zur Kreatur dürfen nicht verkümmern in Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit, auch wenn der Reiz der Neuheit verblasst und anfängliche Begeisterung vom Alltag aufgezehrt wird und als Verpflichtung auch mal lästig werden kann.

Bedenke! Tiere sind keine Sache. Sie haben Gefühle und Empfindungen wie Du und ich. Behandle sie so, wie Du an ihrer Stelle behandelt werden möchtest.
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Steckbrief Meerschweinchen:

Systematik Cavia porcellus
Unterfamilie: Caviinae - Eigentliche Meerschweinchen
Familie: Caviidae - Meerschweinchen
Ordnung: Rodentia - Nagetiere
Heimat Peru und Chile
Nagetier  
Futter Es gibt Meerschweinchenfertigfutter
Gutes Heu, Saftfutter und Kraftfutter (Kartoffel, Rüben, Äpfel, Hafer und Gerste)
Das Heu muss frei sein von Schimmel, sonst führt dies zu schweren Magen- und Darmstörungen.
Körpertemperatur 37,8 bis 39,5 Grad Celsius
Herzfrequenz 130 bis 190 pro Minute
Atemzüge 100 bis 159 pro Minute
Geschlechtsreif Weibchen werden nach ca. 30 Tagen geschlechtsreif
Männchen werden nach ca. 60 Tagen geschlechtsreif
Zahl der Jungen pro Wurf 2 bis 6 Junge
Zahl der Würfe pro Jahr 4 bis 5 Würfe jährlich
Zyklusdauer 14 bis 18 Tage
Dauer der Brunst 24 Stunden
Tragezeit ca. 68 Tage
Säugezeit 3 Wochen
Absetzen der Jungtiere 2 bis 3 Wochen
Lebenserwartung 7 bis 10 Jahre, bis zu 15 in Ausnahmefällen

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